ÖDP Randersacker

Stellungnahme zum ÖPNV- Fhrplanwechsel

An das
Kommunalunternehmen des Landkreis Würzburg
Prof. Dr. Schraml
Theresienstr. 6-8

97070 Würzburg

 

07.03.2017                         

 

Veränderungen des Fahrplans für Randersacker / Lindelbach

 

Sehr geehrter Herr Prof  Dr Schraml,

vielen Dank für die Erläuterungen gegenüber der Presse zum Fahrplanwechsel. Die ökonomischen und ökologischen Argumente kann ich durchaus nachvollziehen, die Schlussfolgerung jedoch nicht.

Das bisher bewährte System in den Schwachlastzeiten die Busse der Linie 14 und 551 zu kombinieren kommt gerade diesem von Ihnen beschriebenen Anliegen entgegen, denn auch in Gerbrunn ist die Nachfrage v.a. nach 24h – wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann – deutlich geringer. Eine Schleifenbildung ermöglicht eine Erschließung beider Gemeinden mit nur geringfügigen Mehrkilometern. Um diese Uhrzeit ist der Fahrgast dankbar, wenn der Bus überhaupt fährt, so dass die längere Fahrzeit in der Regel gerne in Kauf genommen wurde.

Mein Anliegen der Mail vom 20.02.2017 war es gerade die jetzt über die Presse erfolgte Klärung der Fragen direkt zu erreichen. Leider wurde ich mit meinem Anliegen, um was es sich bei den von Ihnen in Gerbrunn verkündeten Verbesserungen für Randersacker handelt, ausschließlich auf die Veröffentlichung des Fahrplans 551 verwiesen.

ÖPNV Änderungen - Wir passen auf

Darin fielen zum Einen die weggefallene Spätfahrt von Sonntag bis Donnerstag auf. Aber auch die Annahme einer Lücke für Fahrgäste aus Lindelbach lässt sich durch den Verweis auf den Fahrplan 551 nicht entkräften, da die Linie 554 nur zu vielen anderen Zeiten – so um 19:59h, 20:59h und 22:59h – als Fahrt von der Maingasse nach Würzburg zu finden ist. Die von Ihnen heute in der Presse angeführte Fahrt um 21:59h findet der Fahrgast aber leider nur durch die Nachsicht im Fahrplan 554. Ich würde diese Entzerrung in den veröffentlichten Fahrplänen als unglücklich einstufen. Das Schöne des separaten Fahrplans für alle 550ff Linien ist ja gerade, dass man normaler Weise nur den für die eigene Ortschaft optimierten Plan nutzen muss. Insofern wäre das von der ursprünglichen Forderung abgewandelte Anliegen diese Fahrt auch im Fahrplan 551 aufzuführen.

Sie wissen, dass ich die Entwicklung des Nahverkehrs im Landkreis, was ja auch in weiten Teilen für Randersacker und vor allem Lindelbach gilt, als sehr positiv einschätze. Dies hatte ich erst kürzlich anlässlich der Beratung des Nahverkehrsplan in den Mittelpunkt meines Beitrags gestellt. Umgekehrt ist aber so, dass dann, wenn man etwas schätzt, Änderungen, die offenbar keine Verbesserung des Angebots betreffen, besonders unangenehm auffallen.

Hinsichtlich der ökonomischen Wirkungen spielen einzelne Fahrten für die Gesamtnachfrage manchmal eine größere Rolle, als der ganz unmittelbare Umsatz durch eine solche Fahrt. Die Gewissheit, auch beim Verpassen des vorletzten Busses noch nach Hause zu kommen, führt teilweise überhaupt erst zur Nutzung – auch wenn man dann letztlich nicht den letzten Bus nutzt. Die Abwägung eine Zeitkarte zu erwerben ist – von ganz konkretem Pendelbedarf abgesehen – ja auch so eine Gesamtbetrachtung.

Keine Frage, die APG-ServiceTaxis sind eine gute Abrundung des Bus-Angebots, aber von der Verlässlichkeit mit einem Linienbus nicht vergleichbar. Gerade an Tagen mit größeren Veranstaltungen ist es schwierig überhaupt bei der Taxizentrale durch zu kommen. Die Bedingung für das APG-ServiceTaxis ist aber, dass man das Taxi bestellt. Wir nutzen deshalb lieber den Bus.

Sonnige Grüße aus Randersacker,

Matthias Henneberger
Kreisrat / Sprecher der AG ödp/FDP

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